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Handy vom Kind verkaufen: So löst du Family Link und Bildschirmzeit richtig

Dein Kind hat ein neues Handy bekommen, das alte liegt in der Schublade – und eigentlich könnte es noch Geld bringen. Beim Zurücksetzen stellst du dann fest: Das Gerät fragt nach einem Bildschirmzeit-Code, den niemand mehr weiß, oder Android lässt das Google-Konto deines Kindes nicht einfach entfernen. Der Grund ist die Kindersicherung, die du selbst einmal eingerichtet hast.

Die gute Nachricht: Als Elternteil hast du alle Schlüssel in der Hand. Du musst sie nur in der richtigen Reihenfolge benutzen. Dieser Ratgeber zeigt dir Schritt für Schritt, wie du ein Kinderhandy mit Apple-Familienfreigabe oder Google Family Link verkaufsfertig machst – und was du tust, wenn ein Code vergessen ist.

Die kurze Antwort: Wie verkaufe ich das Handy meines Kindes?

Erst sichern, dann die Kindersicherung über dein eigenes Gerät lösen, dann das Konto deines Kindes vom Handy abmelden und erst ganz zum Schluss zurücksetzen. Beim iPhone setzt du den Bildschirmzeit-Code auf deinem eigenen iPhone neu und meldest anschließend den Apple Account deines Kindes ab, damit die Aktivierungssperre verschwindet. Bei Android entfernst du das Konto deines Kindes vom Gerät, wofür Family Link deine Freigabe als Elternteil verlangt.

Wer die Reihenfolge umdreht und einfach auf Werkseinstellungen zurücksetzt, steht hinterher oft vor einem gesperrten Gerät: Die Sperre hängt am Konto, nicht am Speicher. Ein solches Handy kann kein seriöser Ankäufer annehmen, auch wir nicht.

Warum ist ein Kinderhandy schwerer zurückzusetzen als dein eigenes?

Bei deinem eigenen Handy gibt es zwei Hürden: deinen Gerätecode und dein Konto, an dem die Aktivierungssperre beziehungsweise der Google-Kontoschutz hängt. Bei einem Kinderhandy kommen weitere Schichten dazu, die genau dafür gebaut sind, dass dein Kind sie nicht allein abschalten kann:

  • Das Konto deines Kindes ist ein eigener Apple Account oder ein eigenes Google-Konto. Daran hängt nach dem Zurücksetzen die Sperre – nicht an deinem Konto.
  • Die Elternverwaltung verbindet dieses Konto mit deinem: bei Apple über die Familienfreigabe, bei Google über Family Link. Bestimmte Änderungen gehen deshalb nur mit deiner Zustimmung.
  • Der Bildschirmzeit-Code (iPhone) beziehungsweise der Eltern-Zugangscode (Android) schützt die Einstellungen. Er ist ein anderer Code als der, mit dem das Handy entsperrt wird.

Das ist kein Fehler, sondern Absicht: Sonst könnte jedes Kind die Kindersicherung mit einem Werksreset loswerden. Für dich heißt es nur, dass die wichtigen Schritte auf deinem eigenen Gerät passieren und nicht auf dem Handy, das du verkaufen willst.

Bevor du irgendetwas löschst: Was dein Kind behalten will

Ein Kinderhandy ist meistens voll mit Dingen, an denen dein Kind hängt: Fotos von Klassenfahrten, Chats, Spielstände. Klärt deshalb gemeinsam, was mit auf das neue Gerät soll, bevor ihr irgendetwas abmeldet. Bei Fotos ist Vorsicht angebracht, denn eine eingeschaltete Cloud-Synchronisation bedeutet nicht automatisch, dass alles gesichert ist. Wie du das prüfst, steht in unserem Ratgeber Fotos vor dem Verkauf sichern.

Spielstände hängen je nach Spiel am Konto deines Kindes, an einem Hersteller-Login oder nur am Gerät. Lass dein Kind kurz nachsehen, welche Spiele ein eigenes Konto brauchen. Ein Spielstand, der nur lokal gespeichert war, ist nach dem Zurücksetzen weg. Nutzt das Handy eine eSIM, übertragt sie auf das neue Gerät oder löscht sie – Details in eSIM vor dem Verkauf löschen.

iPhone oder iPad deines Kindes verkaufsfertig machen: Schritt für Schritt

Bei Apple läuft die Kindersicherung über die Familienfreigabe und die Bildschirmzeit. Du als Familienorganisator oder Elternteil kannst beides von deinem eigenen iPhone aus steuern. So gehst du vor:

  1. Bildschirmzeit-Code kennen oder neu setzen: Öffne auf deinem eigenen iPhone die Einstellungen › Bildschirmzeit, tippe unter „Familie“ auf den Namen deines Kindes, dann auf „Bildschirmzeit verwalten“ und zweimal auf „Bildschirmzeit-Code ändern“. Vergib einen neuen Code, den du dir für die nächsten Minuten notierst.
  2. Passwort des Apple Accounts deines Kindes bereithalten: Das brauchst du gleich zum Abmelden. Kennt es niemand mehr, kannst du es als Elternteil in der Regel auf deinem Gerät neu setzen: Einstellungen › Familie › Name des Kindes › Apple Account und Passwort. Die genaue Bezeichnung hängt von deiner iOS-Version ab.
  3. „Wo ist?“ ausschalten und abmelden: Auf dem Kinderhandy Einstellungen › Name des Kindes › Abmelden. Dabei wird das Passwort des Kinder-Accounts abgefragt, und genau damit wird die Aktivierungssperre gelöst. Schalte vorher die Bildschirmzeit auf dem Gerät aus oder halte den Code bereit, weil sie Kontoänderungen blockieren kann.
  4. Zurücksetzen: Einstellungen › Allgemein › iPhone übertragen/zurücksetzen › Alle Inhalte und Einstellungen löschen. Fragt das Gerät dabei nach einem Code, ist das entweder der Gerätecode oder der Bildschirmzeit-Code aus Schritt 1.
  5. Gegenkontrolle: Öffne auf deinem eigenen iPhone die App „Wo ist?“ oder melde dich im Browser mit dem Account deines Kindes bei iCloud an. Das verkaufte Gerät darf dort nicht mehr auftauchen.

Wichtig ist Schritt 3. Nur das Abmelden mit dem Passwort des Kinder-Accounts entfernt die Aktivierungssperre zuverlässig. Wird das Gerät ohne Abmeldung zurückgesetzt, fragt es beim nächsten Einrichten nach genau diesem Account. Warum das so ist und wie du es nachträglich aus der Ferne löst, erklärt unser Ratgeber Aktivierungssperre vor dem Verkauf entfernen. Für das iPad gelten dieselben Schritte; die Besonderheiten bei Schul-iPads stehen in iPad vor dem Verkauf zurücksetzen.

Das Konto deines Kindes musst du dafür nicht löschen und auch nicht aus der Familie entfernen. Es läuft auf dem neuen Gerät einfach weiter. Alle Einstellmöglichkeiten der Elternverwaltung findest du in Apples Übersicht zur Kindersicherung.

Bildschirmzeit-Code vergessen – was jetzt?

Das ist der häufigste Stolperstein, und er lässt sich fast immer lösen. Entscheidend ist, für wen der Code gilt.

Es ist das Gerät deines Kindes in der Familienfreigabe: Dann setzt du den Code nicht auf dem Kinderhandy zurück, sondern auf deinem eigenen Gerät, so wie in Schritt 1 oben beschrieben. Apple sagt dazu ausdrücklich, dass der Familienorganisator oder ein Elternteil den Code des Kindes auf dem eigenen Gerät zurücksetzen muss. Klappt das nicht, prüfe, ob du mit demselben Apple Account angemeldet bist, mit dem du die Bildschirmzeit damals eingerichtet hast. Bei manchen Familien ist das ein anderer Account als der, den du heute nutzt. Die Einzelheiten stehen in Apples Anleitung zum Bildschirmzeit-Code.

Die Bildschirmzeit wurde direkt auf dem Gerät eingerichtet, ohne Familienfreigabe: Dann tippst du auf dem Gerät auf Einstellungen › Bildschirmzeit › „Bildschirmzeit-Code ändern“ und wählst „Code vergessen?“. Du kannst ihn mit dem Apple Account zurücksetzen, der bei der Einrichtung für die Wiederherstellung angegeben wurde.

Nichts davon funktioniert: Als letzter Weg lässt sich ein iPhone über einen Computer im Wiederherstellungsmodus neu aufsetzen. Damit sind zwar alle Codes weg, die Aktivierungssperre aber nicht. Das Gerät verlangt danach trotzdem das Passwort des Apple Accounts, mit dem es verbunden war. Ohne dieses Passwort bleibt es gesperrt. Kümmere dich deshalb zuerst um den Account deines Kindes, dann um den Code.

Android-Handy mit Family Link verkaufsfertig machen: Schritt für Schritt

Bei Android hängt die Kindersicherung am Google-Konto deines Kindes, das über Family Link mit deinem Konto verbunden ist. Wie du es vom Gerät bekommst, hängt davon ab, ob dein Kind das Konto behalten soll – das ist fast immer der Fall, weil es auf dem neuen Handy weiterläuft.

  1. Neues Gerät zuerst einrichten: Melde dein Kind mit seinem Google-Konto auf dem neuen Handy an und übertrage die Daten. So stellst du sicher, dass nichts verloren geht, bevor das alte Gerät gelöscht wird.
  2. Google-Konto vom alten Gerät entfernen: Auf dem alten Handy Einstellungen › Passwörter und Konten (je nach Hersteller auch „Konten und Sicherung“ oder „Google“) › Konto deines Kindes › Konto entfernen. Bei einem beaufsichtigten Konto verlangt Android dafür in der Regel die Bestätigung eines Elternteils – du meldest dich dann mit deinem eigenen Google-Konto an.
  3. Zurücksetzen: Erst wenn kein Google-Konto mehr auf dem Gerät ist, setzt du es auf Werkseinstellungen zurück – bei den meisten Geräten über Einstellungen › System › Optionen zum Zurücksetzen › Alle Daten löschen, bei Samsung über Einstellungen › Allgemeine Verwaltung › Zurücksetzen. Nutze dafür das Einstellungsmenü, nicht das Recovery-Menü.
  4. Gegenkontrolle: Melde dich im Browser mit dem Konto deines Kindes bei myaccount.google.com an und schau unter Sicherheit › Meine Geräte nach. Taucht das alte Handy noch auf, meldest du es dort ab. Danach verschwindet es auch aus der Geräteliste in Family Link.

Der Grund für die Reihenfolge ist der Google-Kontoschutz, auch FRP genannt. Wird ein Android-Handy zurückgesetzt, während noch ein Google-Konto angemeldet ist, verlangt es beim nächsten Start genau dieses Konto. Das gilt für Kinderkonten genauso wie für Erwachsene. Ausführlich erklärt haben wir das in Google-Konto vom Handy trennen.

Eine Abkürzung gibt es für dich als Elternteil auch: In der Family-Link-App kannst du unter dem Namen deines Kindes das jeweilige Gerät auswählen und es zurücksetzen und die Daten löschen lassen. Das ist praktisch, wenn das Handy nicht mehr in deiner Nähe ist oder sich nicht mehr bedienen lässt. Prüfe danach trotzdem wie in Schritt 4 beschrieben, ob das Gerät vollständig vom Konto getrennt ist.

Muss ich die Elternaufsicht beenden, um das Handy zu verkaufen?

Nein. Die Elternaufsicht gilt für das Konto deines Kindes, nicht für ein bestimmtes Gerät. Für den Verkauf reicht es, das Konto vom alten Handy zu entfernen. Beenden lässt sich die Aufsicht in Deutschland ohnehin erst, wenn dein Kind 16 ist und sein Konto selbst verwalten darf; auch dann braucht es laut Googles Hilfeseite zur Elternaufsicht die Zustimmung eines Elternteils, solange es unter 18 ist. Bei einem jüngeren Kind müsstest du das Konto komplett löschen, um die Aufsicht loszuwerden – das ist für einen Verkauf weder nötig noch sinnvoll.

Samsung-Geräte haben neben dem Google-Konto oft noch ein Samsung-Konto, das eine eigene Sperre mitbringt. Melde es vor dem Zurücksetzen ebenfalls ab. Wie das geht, steht in Samsung-Konto und Sperre entfernen.

Wer darf das Handy deines Kindes eigentlich verkaufen?

Rechtlich gehört ein Handy, das ihr eurem Kind geschenkt habt, in der Regel dem Kind. Das ist kein Hindernis: Als Eltern vertretet ihr euer Kind und dürft für es verkaufen. Fair ist es trotzdem, dein Kind einzubeziehen, zumal es oft selbst am besten weiß, was noch auf dem Gerät ist und ob es wirklich weg kann.

Will dein Kind sein altes Handy selbst verkaufen, braucht es dafür als Minderjähriger grundsätzlich eure Zustimmung. Ein Verkauf bringt nicht nur Vorteile, sondern kostet auch das Eigentum am Gerät; nach § 107 BGB ist dafür die Einwilligung der Eltern nötig. In der Praxis ist es am einfachsten, wenn ein Elternteil den Verkauf anlegt und die Auszahlung auf das eigene Konto geht. Bei everlectro bestätigst du mit deinem Angebot, dass du Eigentümer bist oder mit Zustimmung des Eigentümers verkaufst. Einen Kaufbeleg brauchst du dafür nicht – mehr dazu in Handy verkaufen ohne Rechnung.

Was bringt ein altes Kinderhandy noch?

Oft mehr als gedacht. Kinderhandys sind meist ältere Modelle, die vorher schon ein Elternteil genutzt hat, oder günstige Einsteigergeräte. Entscheidend für den Preis sind Modell, Speicher und Zustand. Kratzer auf dem Gehäuse drücken den Preis weniger als ein Sprung im Display, und selbst ein Gerät mit Displaybruch hat noch einen Wert, solange es sich zurücksetzen lässt. Wie du den Zustand ehrlich einordnest, ohne dir selbst etwas zu verschenken, steht in Zustand richtig einschätzen.

Im Ankaufsrechner wählst du Hersteller, Modell, Speicher und Zustand und siehst den Preis sofort. Es gilt unsere 100 % Preisgarantie: Stimmt das Gerät mit deinen Angaben überein, zahlen wir genau diesen Betrag, ohne nachträgliches Herunterhandeln. Den Versand übernehmen wir mit einem kostenlosen Label. Für ältere iPhones lohnt auch ein Blick auf die Modellseiten unter iPhone verkaufen, für andere Hersteller auf Handy verkaufen.

Checkliste: Ist das Kinderhandy wirklich bereit für den Versand?

Geh diese Liste einmal durch, bevor du das Paket zuklebst. Jeder Punkt, der fehlt, kostet Zeit – im schlimmsten Fall die Rücksendung eines gesperrten Geräts.

  1. Fotos, Chats und Spielstände sind auf dem neuen Gerät oder in einer Sicherung angekommen.
  2. Der Bildschirmzeit-Code oder der Eltern-Zugangscode ist bekannt oder neu gesetzt.
  3. Das Konto deines Kindes ist vom alten Gerät abgemeldet, beim iPhone inklusive „Wo ist?“.
  4. Bei Samsung ist auch das Samsung-Konto abgemeldet.
  5. Das Gerät ist über die Einstellungen auf Werkseinstellungen zurückgesetzt und zeigt den Einrichtungsbildschirm.
  6. In iCloud beziehungsweise unter myaccount.google.com taucht das Gerät nicht mehr auf.
  7. SIM-Karte und Speicherkarte sind entnommen, die eSIM ist übertragen oder gelöscht.

Nach Eingang prüfen wir das Gerät und sorgen zusätzlich für eine sichere Löschung aller Daten. Die eigene Löschung ersetzt das nicht, aber es ist eine zweite Sicherheitsstufe – gerade bei einem Gerät, auf dem Kinderfotos waren. Antworten auf allgemeine Fragen zum Ablauf findest du in unseren FAQ.

Passend dazu

Häufige Fragen zum Verkauf eines Kinderhandys

Kann ich das Handy meines Kindes einfach auf Werkseinstellungen zurücksetzen?

Nur wenn vorher das Konto deines Kindes abgemeldet ist. Sonst verlangt das Gerät nach dem Zurücksetzen den Apple Account oder das Google-Konto deines Kindes und bleibt ohne dessen Passwort gesperrt.

Wo setze ich den Bildschirmzeit-Code meines Kindes zurück?

Auf deinem eigenen iPhone, nicht auf dem Gerät des Kindes: Einstellungen › Bildschirmzeit › Name des Kindes › Bildschirmzeit verwalten › Bildschirmzeit-Code ändern. Das geht, wenn du Familienorganisator oder als Elternteil in der Familienfreigabe eingetragen bist.

Muss ich Family Link beenden, bevor ich das Handy verkaufe?

Nein. Es reicht, das Google-Konto deines Kindes vom alten Gerät zu entfernen; dafür verlangt Android in der Regel deine Bestätigung als Elternteil. Die Elternaufsicht selbst kann in Deutschland ohnehin erst ab 16 Jahren beendet werden.

Darf mein Kind sein altes Handy selbst verkaufen?

Minderjährige brauchen für einen Verkauf grundsätzlich die Zustimmung ihrer Eltern. Am einfachsten legt ein Elternteil den Verkauf an und lässt sich den Betrag auszahlen.

Kauft everlectro ein Handy mit aktiver Kindersicherung an?

Eine aktive Aktivierungssperre, ein aktiver Google-Kontoschutz oder eine Bildschirmsperre schließen den Ankauf aus. Ist das Konto deines Kindes abgemeldet und das Gerät zurückgesetzt, kaufen wir es zu dem Preis an, den dir der Ankaufsrechner anzeigt.

Verkaufen. Verdienen. Wiederverwenden.

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