Dein altes Huawei liegt in der Schublade, weil du davon ausgehst, dass ohne Google-Dienste sowieso niemand etwas dafür zahlt? Dann lässt du Geld liegen. Wir haben unseren eigenen Ankaufskatalog am 17. September 2026 Modell für Modell durchgesehen, und das Ergebnis widerspricht dem Bauchgefühl deutlich. Was den Verkauf eines Huawei oder Honor wirklich blockiert, ist nämlich nicht der fehlende Play Store, sondern eine Kontosperre, die bei diesen beiden Marken anders funktioniert als bei Samsung, Google oder Apple.
Kauft everlectro Huawei und Honor überhaupt an?
Ja, und zwar beide Marken als festen Teil des Katalogs, nicht nur auf Anfrage. Im Ankaufsrechner findest du unter „Smartphones“ eigene Kacheln für „Huawei Phone“ und „Honor Phone“, jeweils mit Modellliste und konkretem Preis pro Gerät. Du brauchst also kein Sonderverfahren und keine Mail: Modell auswählen, Zustand angeben, Preis sehen.
Wie groß die Spanne ist, zeigt der Blick in die Liste (Stand 17. September 2026). Bei Huawei reicht sie von bis zu 10 Euro für Modelle wie P30, P30 Pro oder Mate 20 Pro bis zu 155 Euro für das Mate 30 Pro; dazwischen liegen das Mate 40 Pro 5G mit bis zu 120 Euro und das P40 Pro 5G mit bis zu 65 Euro. Bei Honor sind die Werte höher, weil dort neuere Geräte im Katalog stehen: das Honor X7B mit bis zu 77 Euro, das Honor 200 mit bis zu 144 Euro, das Honor 200 Pro mit bis zu 222 Euro und das Honor Magic6 Pro mit bis zu 310 Euro.
„Bis zu“ heißt: Der Wert gilt für ein vollständiges Gerät in gutem Zustand. Was der Rechner dir anzeigt, wird auch ausgezahlt — everlectro arbeitet mit 100 Prozent Preisgarantie und ohne Gegenangebote nach dem Einsenden (warum wir das so halten). Preise bewegen sich mit dem Markt, die tagesaktuelle Zahl steht immer im Rechner.
Der teure Irrtum: „Ohne Google-Dienste ist mein Huawei wertlos“
Diese Annahme ist der häufigste Grund, warum Huawei-Geräte jahrelang liegen bleiben — und die eigenen Zahlen widerlegen sie sauber. Das Mate 30 Pro kam ohne Google-Dienste auf den Markt und steht mit bis zu 155 Euro an der Spitze unserer Huawei-Liste. Das P30 Pro hat Play Store und Google-Dienste dauerhaft an Bord und liegt bei bis zu 10 Euro. Wäre der fehlende Play Store der Preistreiber, müsste es genau umgekehrt sein.
Der Grund ist unspektakulär: Über den Ankaufspreis entscheiden Modellklasse, Zustand und die Frage, wie gut sich ein Gerät weitervermarkten lässt. Am unteren Ende der Liste stehen mehrere Modelle bei bis zu 10 Euro, völlig unabhängig von Google — P30 und Mate 20 Pro haben die Dienste, Mate 40 und P40 5G haben sie nicht. Sie landen aus demselben Grund auf demselben Wert: geringe Nachfrage. Lass dein Gerät also bewerten, bevor du es abschreibst. Für den Preis ist die Google-Frage nachrangig; entscheidend ist sie für etwas anderes, nämlich dafür, welche Sperre du vor dem Verkauf lösen musst.
Welche Huawei-Modelle haben Google-Dienste und welche nicht?
Die Trennlinie liegt im Jahr 2019. Geräte, die vor den US-Sanktionen vom Mai 2019 auf den Markt kamen, behalten Play Store und Google-Dienste dauerhaft, auch nach Updates — dazu gehören P30, P30 Pro, P30 Lite und Mate 20. Ab dem Mate 30 aus dem Herbst 2019 und bei allem Neueren, also der P40-Reihe, der Mate-40-Reihe und Geräten wie dem P Smart 2021, liefert Huawei ohne vorinstallierte Google-Dienste aus; an die Stelle des Play Store tritt Huaweis eigener Store, die AppGallery.
Du brauchst dafür keine Modellliste: Ist der Play Store installiert, hast du ein Gerät mit Google-Diensten; findest du nur die AppGallery, eines ohne. Die genaue Modellnummer steht unter Einstellungen, „Über das Telefon“ — und die brauchst du, weil sich die Handelsnamen stark ähneln: P40, P40 5G, P40 Lite und P40 Lite 5G sind vier verschiedene Geräte mit vier verschiedenen Preisen.
Warum Honor nicht Huawei ist
Honor gehört seit dem 17. November 2020 nicht mehr zu Huawei. Huawei verkaufte die Marke damals vollständig an das chinesische Konsortium Shenzhen Zhixin New Information Technology, und der Auslöser war genau dieses Thema: Honor hätte unter den Sanktionen keine Google-Dienste mehr installieren dürfen. Der Verkauf hat für Honor funktioniert — mit dem Honor 50, das Ende 2021 auf den Markt kam, gab es erstmals wieder ein Honor-Smartphone mit Google-Diensten.
Das ist mehr als eine Fußnote aus der Firmengeschichte: Ein Honor Magic6 Pro und ein Huawei Mate 40 sehen sich ähnlich, verhalten sich beim Zurücksetzen aber unterschiedlich. Wer beide über denselben Kamm schert, macht genau den Fehler, der hinterher teuer wird.
Die Sperre, die dein Gerät blockiert: bei Huawei und Honor jeweils eine andere
Ein Werksreset allein macht kein modernes Smartphone verkaufsfertig. Es bleibt eine Kontobindung zurück, die den Neuaufbau blockiert, und die liegt auf dem Server des Herstellers, nicht auf dem Telefon. Bei Huawei und Honor kommt sie aus unterschiedlichen Quellen — darin liegt der Unterschied, den kaum jemand erklärt.
- Huawei ab Mate 30 (ohne Google-Dienste): Hier gibt es keine Google-Sperre, weil es kein Google-Konto gibt. Die Sperre kommt von der Huawei-ID. Huaweis deutscher Support schreibt zum Zurücksetzen wörtlich: „Solltest du Find My Phone bei deiner HUAWEI ID eingerichtet haben, musst du beim Einrichten des Smartphones dich mit deiner HUAWEI ID anmelden.“ Ohne dein Passwort kommt der nächste Nutzer nicht durch die Ersteinrichtung.
- Huawei P30, Mate 20 und älter (mit Google-Diensten): Hier können beide Sperren gleichzeitig aktiv sein, das Google-Konto und die Huawei-ID. Du musst also zwei Konten entfernen, nicht eines.
- Honor ab Honor 50 (mit Google-Diensten): Hier greift die gewöhnliche Google-Sperre, die Factory Reset Protection, wie bei jedem Android-Gerät. Honors eigene Ortungsfunktion spielt in Deutschland dagegen keine Rolle: Auf der deutschen Supportseite schreibt Honor selbst, „Im Moment ist Honor Gerät finden nur in Festlandchina erhältlich.“ Die Honor-ID solltest du trotzdem abmelden, damit das Gerät aus deinem Gerätemanager verschwindet.
Wie die Google-Sperre im Detail arbeitet und warum sie einen Werksreset überlebt, haben wir am Beispiel Pixel beschrieben — bei Honor ist der Mechanismus derselbe: Google Pixel verkaufen und das Google-Konto richtig trennen. Samsungs eigenen Weg erklärt Samsung Galaxy verkaufen: Konto und Sperre entfernen.
Huawei verkaufsfertig machen: die richtige Reihenfolge
Bei Huawei ist die Reihenfolge wichtiger als die einzelnen Schritte. Wer zuerst zurücksetzt und die Konten danach lösen will, kommt an die nötigen Menüs nicht mehr heran, weil sie mit dem Konto verschwunden sind.
- Daten sichern. Ein Cloud-Sync ist kein Backup, und „Speicherplatz freigeben“ lässt auf dem Gerät oft nur Vorschaubilder zurück: Fotos sichern vor dem Handy-Verkauf.
- Zwei-Faktor-Apps und Banking-Freigaben umziehen. Sie hängen am Gerät, nicht am Konto, und sind nach dem Reset weg: 2FA und Authenticator übertragen.
- „Gerät finden“ ausschalten. Huawei nennt den Weg auf der eigenen Supportseite: Einstellungen, dann „HUAWEI ID, Zahlungen und Käufe, Cloud und mehr“, dann „Cloud“, dann „Gerät finden“ deaktivieren.
- Google-Konto entfernen, falls vorhanden. Das betrifft nur P30, Mate 20 und älter. In den Einstellungen im Bereich der Konten — je nach EMUI-Version „Nutzer und Konten“ oder „Konten“ — das Google-Konto auswählen und entfernen.
- Von der Huawei-ID abmelden. Nur abmelden, nicht das Konto löschen: Ein gelöschtes Huawei-Konto nimmt deine Cloud-Daten mit, und fürs Verkaufen genügt das Abmelden.
- eSIM löschen, falls du eine nutzt — sonst verschenkst du im schlechtesten Fall deine Rufnummer: eSIM löschen vor dem Verkauf.
- Erst jetzt zurücksetzen, und zwar über die Einstellungen statt über das Recovery-Menü. Der Reset aus dem laufenden System ist der autorisierte Weg und der einzige, der die Kontoprüfung korrekt abschließt.
- Gegenprüfen. Melde dich auf cloud.huawei.com an und sieh nach, ob das Gerät noch in deiner Geräteliste steht. Huawei verlangt dort dein Passwort, bevor ein Gerät entfernt werden kann — genau das belegt, dass die Bindung auf dem Server liegt und nicht auf dem Telefon.
Ist das Display gebrochen oder reagiert das Gerät nicht mehr, kommst du über diese Menüs nicht hinein; dafür gibt es den Weg in Handy zurücksetzen bei kaputtem Display. Angekauft werden defekte Geräte trotzdem.
Honor verkaufsfertig machen
Bei Honor ist der Ablauf kürzer, weil es der normale Android-Weg ist. Der entscheidende Schritt ist das Google-Konto, nicht die Honor-ID.
- Daten sichern und Zwei-Faktor-Apps umziehen, genau wie oben.
- Google-Konto entfernen. Das löst die Factory Reset Protection. Wird der Schritt übersprungen, verlangt das Gerät nach dem Werksreset die Zugangsdaten des vorherigen Google-Kontos — und der Käufer steht vor einer Wand.
- Von der Honor-ID abmelden. Honors Support nennt den Weg: Einstellungen, dann „Honor ID“, dann „Abmelden“. Ist „Gerät finden“ nicht aktiv, braucht es dafür nicht einmal ein Passwort.
- eSIM löschen, falls vorhanden, und danach den Werksreset über die Einstellungen durchführen.
- Gegenprüfen. Unter Einstellungen, „Honor ID“, „Gerätemanager“ siehst du, welche Geräte noch an deiner Honor-ID hängen. Das Gerät, mit dem du gerade im Menü stehst, lässt sich dort nicht löschen — deshalb ist das Abmelden vor dem Reset der richtige Zeitpunkt.
Was den Preis bei Huawei und Honor wirklich bewegt
Wenn die Google-Frage nicht der Preistreiber ist: Diese Punkte entscheiden über die Spanne zwischen 10 und 310 Euro.
- Modellklasse und Alter. Ein Pro- oder Magic-Modell steht deutlich über der Lite- oder X-Variante desselben Jahres. Das ist der größte Einzelfaktor.
- Zustand und Vollständigkeit. Displaykratzer, Rahmenschäden und Feuchtigkeitsspuren wirken stärker als erwartet; Originalkarton und Zubehör kosten nichts und schaden nie. Wie du den Zustand realistisch statt optimistisch einschätzt: Zustand richtig einschätzen und den vollen Preis bekommen.
- Netzstandard und Kamera-Marke. Einigen Huawei-Flaggschiffen fehlt 5G, obwohl die Klasse es erwarten lässt: P50 und P50 Pro kamen wegen der US-Sanktionen und der damaligen Chip-Knappheit nur mit 4G, das Mate 50 Pro nutzt eine 4G-Variante des Snapdragon 8+ Gen 1. Kein Defekt, aber es drückt die Nachfrage. Und Huaweis Zusammenarbeit mit Leica endete am 31. März 2022 — P50 und P50 Pro waren die letzten Leica-Huaweis, danach heißt die Kamera-Marke XMAGE.
- Keine Bastellösungen. Google-Dienste über Drittanbieter-Container nachzuinstallieren erhöht den Ankaufspreis nicht, kann Banking-Apps stören und macht die Gerätehistorie unklar. Setze das Gerät lieber sauber in den Ursprungszustand zurück.
Was HarmonyOS NEXT betrifft, die Huawei-Version ohne Android-Unterbau: Sie ist nach aktuellem Stand auf den chinesischen Markt ausgerichtet, während Huawei außerhalb Chinas weiter auf EMUI mit Android-App-Kompatibilität setzt. Dein Gerät aus dem deutschen Handel ist also kein Auslaufmodell mit Ablaufdatum.
Dein Modell steht nicht im Rechner?
Der Katalog deckt die Modelle ab, die regelmäßig durch unsere Hände gehen: bei Huawei die P- und Mate-Reihen vom P20 Pro bis zum Mate 40 Pro Plus, dazu P Smart 2021 und Nexus 6P, bei Honor die Magic-, 200- und X-Reihen. Ein P50, Mate 50 oder Foldable aus der Mate-X-Reihe ist in Deutschland selten unterwegs und deshalb nicht als Kachel hinterlegt.
Das heißt nicht „nein“. Über „Erhalte ein individuelles Angebot“ im Ankaufsrechner oder über unsere Kontaktseite bewerten wir dein Gerät einzeln. Geht es um mehrere Geräte aus einem Unternehmen, etwa ausgemusterte Diensthandys, führt der Weg über unsere Seite für Unternehmen — und wenn dein Gerät ein Diensthandy war, kläre vorher, wem es überhaupt gehört, denn eine Abschreibung ändert daran nichts: Firmenhandy und Dienstlaptop verkaufen. Eine Rechnung brauchst du übrigens nicht, welche Nachweise stattdessen zählen, steht in Handy verkaufen ohne Rechnung.
Passend dazu
- Google Pixel verkaufen: Google-Konto richtig trennen
- Samsung Galaxy verkaufen: Konto und Sperre entfernen
- Daten sicher löschen vor dem Verkauf
- Alle Geräte und Ankaufspreise auf einen Blick
Häufige Fragen
Kann ich mein Huawei ohne Google-Dienste verkaufen?
Ja. Fehlende Google-Dienste sind kein Ausschlusskriterium und drücken den Ankaufspreis nicht. Im everlectro-Ankaufsrechner steht das Huawei Mate 30 Pro, das ohne Google-Dienste ausgeliefert wurde, mit bis zu 155 Euro über dem Huawei P30 Pro mit Google-Diensten, das bei bis zu 10 Euro liegt (Stand 17. September 2026). Über den Preis entscheiden Modellklasse, Zustand und Nachfrage.
Reicht ein Werksreset, um mein Huawei verkaufsfertig zu machen?
Nein. War „Gerät finden“ mit deiner Huawei-ID aktiv, verlangt das Gerät nach dem Reset die Anmeldung mit genau dieser Huawei-ID, und der Käufer kommt nicht durch die Ersteinrichtung. Schalte deshalb zuerst „Gerät finden“ aus, melde dich dann von der Huawei-ID ab und setze das Gerät erst danach zurück.
Wie melde ich mich vor dem Verkauf von meiner Huawei-ID ab?
Deaktiviere zuerst „Gerät finden“ über Einstellungen, dann „HUAWEI ID, Zahlungen und Käufe, Cloud und mehr“, dann „Cloud“, dann „Gerät finden“. Melde dich anschließend in den Einstellungen von der Huawei-ID ab — aber lösche das Konto nicht, sonst verlierst du auch deine Cloud-Daten. Zur Kontrolle kannst du das Gerät auf cloud.huawei.com aus der Geräteliste entfernen.
Gilt bei Honor dieselbe Sperre wie bei Huawei?
Nein. Honor gehört seit November 2020 nicht mehr zu Huawei und liefert seit dem Honor 50 wieder mit Google-Diensten aus. Bei Honor greift deshalb die gewöhnliche Google-Sperre, die Factory Reset Protection: Entferne vor dem Reset das Google-Konto. Honors eigene Funktion „Gerät finden“ ist laut Honors deutscher Supportseite derzeit nur in Festlandchina verfügbar. Die Honor-ID solltest du über Einstellungen, „Honor ID“, „Abmelden“ trotzdem abmelden.
Welche Huawei-Modelle haben noch Google-Dienste?
Geräte, die vor den US-Sanktionen im Mai 2019 auf den Markt kamen, behalten Play Store und Google-Dienste dauerhaft, darunter P30, P30 Pro, P30 Lite und Mate 20. Ab dem Mate 30 aus dem Herbst 2019 und bei allen neueren Modellen wie der P40- und der Mate-40-Reihe liefert Huawei ohne Google-Dienste aus; dort tritt die AppGallery an die Stelle des Play Store. Am schnellsten siehst du es daran, ob der Play Store installiert ist.
Kurz zusammengefasst
Huawei und Honor sind im Ankauf keine Sonderfälle, sondern zwei Marken mit zwei unterschiedlichen Kontosperren: Bei Huawei ab dem Mate 30 löst du die Huawei-ID samt „Gerät finden“, bei älteren Huawei-Geräten zusätzlich das Google-Konto, bei Honor seit dem Honor 50 nur das Google-Konto. Der fehlende Play Store kostet dich dabei keinen Cent, wie die eigenen Katalogzahlen zeigen — Geld kostet dich die Schublade. Den Preis für dein Modell siehst du im Ankaufsrechner, offene Punkte zum Ablauf klärt unsere FAQ.
Quellen zu den Hersteller-Angaben: Huawei Support Deutschland zum Zurücksetzen auf Werkseinstellungen und zum Deaktivieren von „Gerät finden“, Honor Support Deutschland zum Abmelden von der Honor ID. Ankaufspreise am 17. September 2026 im everlectro-Ankaufsrechner abgelesen.
